Selbstachtsamkeit: Die Fähigkeit auf Dich selbst zu hören

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letzte Aktualisierung am 16. April 2021 durch Redaktionsteam

Schenke Dir selbst Achtsamkeit und Dir wird Achtsamkeit gegeben

Bist Du fähig zur Selbstachtsamkeit? Der Begriff beschreibt einen Zustand, in dem Du im Moment lebst, zu Geistes-, Sinnes- und Körpererfahrungen fähig bist, losgelöst von irgendwelcher Paradigmen, Weltbildern  und Empfindungen.

Du bist frei davon über Dinge urteilen oder Menschen verurteilen zu müssen. Du wirst nicht mehr zum Opfer deiner oder der Gedanken anderer.

Warum Du gut daran tust auf Dich selbst zu hören

„Das ist schon ok“ sagt der Angestellte zu seinem Chef, als dieser ihm noch kurz vor Feierabend einen neuen Stapel Akten auf den Tisch legt.

Aber ist das wirklich ok?
Kommen Dir solche oder ähnliche Sätze bekannt vor?

Falls ja erhältst Du hier ein paar Tipps wie Du das ändern kannst.
Oft sind Situationen in unserem Alltag von geringer Wertschätzung geprägt.

Wer nicht gelernt hat, auf sich zu achten, wird immer mehr machen, als eigentlich nötig ist.

Der römische Philosoph Seneca hat bereits vor über 2000 Jahren gesagt:

„All jene, die Dich zu sich rufen, zerren dich von Dir weg.“
(Seneca, röm. Philosoph)

Wenn Du einmal über diesen Satz nachdenkst, fällt Dir vielleicht auf, dass sich die Situation auch nach über 2000 Jahren kaum geändert hat.

Auch heute geraten wir noch in Situationen, in denen es darauf ankommt, seine Meinung zu sagen.

Das Schwierige dabei ist es seinen Gegenüber nicht vor den Kopf zu stoßen aber gleichzeitig auch seine Meinung zu sagen.

Wenn Du hier gelegentlich ins Fettnäpfchen tappst wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, lies weiter und lerne was der Schlüssel zur Lösung dieses Problems ist.

Achtsamkeit durch Laufen trainieren

Selbstachtsamkeit erfordert Selbstbewusstsein

Nichts im Leben gibt es umsonst. Alles hat seinen Preis und wenn du lernen möchtest für Dich öfter einzustehen, brauchst Du ein festes Fundament.

Das Fundament, welches Dir erlaubt deine Meinung stärker zu vertreten lautet „Selbstbewusstsein“.
In meinem Artikel „3 einfache Wege, wie du dein Selbstbewusstsein stärkst“ habe ich Dir bereits verraten, dass dies vereinfacht gesagt mit Deinen Glaubenssätzen zu tun hat.

Glaubenssätze oder auch Affirmationen sind Gedanken über uns und unser Verhalten, welche sich meist bereits in der Kindheit geprägt haben. Sie dauern von dort an bis ins Erwachsenenalter an, wenn wir sie nicht überprüfen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Glaubenssätze zu verändern, wenn Du sie einmal erkannt hast.
Von Visualisierung bis hin zur schriftlichen Fixierung und Umformulierung steht dir ein weites Feld an Möglichkeiten offen.

Achte hierbei stets auf eine positive Formulierung der Glaubenssätze, da dein Unterbewusstsein Negationen nicht als solche erkennt.

Wenn ich Dir jetzt sage, dass du nicht an einen pinken Elefanten denken sollst, stellst Du Dir diesen vermutlich vor.

Eine Affirmation a la „Ich habe keine Angst“ ist also zum Scheitern verurteilt.
Wirksam wäre hier die Formulierung „Ich bin mutig.“

Eine Veränderung Deiner Glaubenssätze lässt sich nicht von heute auf morgen erzwingen, aber wenn Du kontinuierlich daran arbeitest und fleißig übst, lassen die ersten Ergebnisse nicht lange auf sich warten.

Die Arbeit daran lohnt sich und hilft Dir dabei das passende Fundament zu schaffen, von dem ich bereits gesprochen habe.

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Der schmale Grad zwischen Beleidigung und Absage

Eine selbstbewusste Person kennt ihren Wert.
Sie ist fähig dazu, ihre Meinung auszudrücken, ohne dabei jemanden zu beleidigen.

Der Trick darin liegt, auf die Reaktionen seines Gesprächspartners zu achten und wirklich dazu bereit sein sich dessen Meinung anzuhören.

Im Dialog mit unseren Mitmenschen als auch in intensiveren zwischenmenschlichen Beziehungen können wir dabei aus der Tierwelt lernen.

In den 60iger Jahren erweckte der Forscher Anatol Rapoport mit seiner „Tit for Tat“ Strategie Aufsehen. Dabei handelt es sich um ein freundliches Prinzip der Reziprozität, welches er bei Affen beobachten konnte.

In einem Satz meint sie ungefähr soviel wie „Auge um Auge, Zahn um Zahn: Wie Du mir, so ich Dir” im positiven Sinn.

Stark vereinfacht beschreibt diese Strategie ein gemeinschaftliches Kooperieren zweier Personen, von der beide Seiten profitieren.

Im Experiment  startete ein Affe mit einer kooperativen Handlung und überlies anschließend der anderen Seite die Initiative. Erhielt er eine ebenfalls kooperative Antwort, konnte man die nächste entgegenkommende Handlung beobachten. Fiel diese aus, erfolgte auch keine weitere mehr.

Dieses Prinzip sichert eine faire Interaktion zweier Parteien, ohne dass eine Person dabei das Nachsehen hat.

Wenn wir unsere Meinung kundgetan haben, tun wir also gut daran, auf die Reaktion unseres Gegenübers zu warten. Oft versuchen wir einer anderen Person unsere Meinung regelrecht aufzuzwingen und merken dabei gar nicht, dass wir auf dem falschen Dampfer sind.

Jetzt, wo Du dieses Prinzip kennst, dürfte es verständlich geworden sein warum ein tägliches Geben und Nehmen so wichtig ist. Kein Teil davon darf vernachlässigt werden, wenn wir nicht aus dem Gleichgewicht rutschen wollen.

Mit dieser Strategie können wir achtsamer kommunizieren ohne uns dabei selbst aufzugeben und gleichzeitig für uns einstehen.

Übe dich ein wenig in diesem Spiel der Balance und vielleicht hast du bald richtig Freude an der Kommunikation mit deinen Mitmenschen. Es ist ein Spiel, das gemeinsam und nicht gegeneinander gespielt wird.

„Im Grunde genommen sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“
(Wilhelm von Humboldt, preußischer Gelehrter und Staatsmann)

Möglichkeiten um Selbstachtung zu kultivieren

Es ist kein Geheimnis mehr, dass wir innere Ruhe nur in uns selbst finden.
Der Blick nach Innen hilft die Perspektive zu wechseln und sich selbst besser kennenzulernen.

Doch wie gelingt uns das am besten ?
In den letzten Jahren ging die Gesundheitsbranche mit dem Konzept der „Achtsamkeit“ regelrecht durch die Decke.

Unzählige Angebot von Meditation, über Yoga bis hin zu einer achtsameren Ernährung sind aus dem Boden geschossen wie die Pfifferlinge im Wald.

Es könnte einen beinahe das Gefühl überkommen, sich für ein saftiges Schnitzel rechtfertigen zu müssen.
Das steigende Interesse an Methoden zur Beschäftigung mit sich selbst und den Gedanken an die Umwelt haben jedoch ein großes Potential, auch wenn es uns anfänglich fremd erscheinen mag.

Dabei ist die Beschäftigung mit sich selbst kein Hokuspokus, sondern lediglich der ehrlicher Blick nach innen.

Für den Anfang genügt es sich eine feste Zeit am Tag einzuräumen, an der man sich ungestört einen bequemen Platz sucht und anfängt auf seinen Atem zu achten.
Es geht dabei nicht darum, besonders gut oder intensiv zu meditieren, sondern sich selbst diesen Moment der Ruhe zu erlauben.

Was zunächst ungewohnt erscheint, wird sich mit der Zeit immer vertrauter anfühlen und mit etwas Übung schnell zu Gewohnheit werden.

Haben wir diesen Punkt einmal erreicht, können wir anfangen wahrzunehmen, wie sich anfängliche Abneigung in Interesse und Neugier verwandelt. Probiere es einmal aus und erlaube Dir selbst, in diese Welt einzutauchen.

Dafür benötigst Du keine Eintrittskarte, keine frühzeitige Reservierung oder eine Menge Geld. Du musst Dir lediglich erlauben, einmal in Dich hinein zu fühlen.

„In der Meditation geht es ganz einfach darum, man selbst zu sein und sich allmählich klarzuwerden, wer das ist.“

(Jon Kabat-Zinn, Begründer der modernen Achtsamkeit)

Das Selbstkonzept als Fundament deines Selbstbewusstseins

Selbstachtsamkeit ist das Gegenteil von Egoismus

Vielen Menschen fällt es schwer auf sich selbst zu hören.

Vielleicht befürchten sie, dass sie für egoistisch gehalten werden könnten, wenn sie ihren Bedürfnissen mehr Aufmerksamkeit schenken.
In Wahrheit verhält es sich anders herum.

„Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, machst du auch andere glücklich.“
(Ludwig Feuerbach, deutsch. Philosoph)

Hast du Dich schon einmal gefragt, warum einige Menschen ein besonders hohes Ansehen in der Gesellschaft genießen?
Meister der Zen-Meditation, Pioniere einer gesamten Glaubensbewegung oder gelassene Individualisten überzeugen mit innerer Ruhe, die ansteckend wirkt.

Woran liegt das?
Diese Menschen haben gelernt auf sich zu achten. Es geht ihnen einfach wirklich gut. Und das bemerken die Menschen um einen herum. Wenn es dir gut geht, hast du auch die Kraft für andere zu sorgen.

Wer auf sich selbst achtet, für seine Bedürfnisse einsteht, sich selbst achtsam begegnet und den entsprechenden Freiraum dafür auch einzugestehen weiß, handelt weniger egoistisch als vielmehr proaktiv für das Wohlbefinden seiner Mitmenschen.

Zum Autor:
Hi, mein Name ist Flo und ich betreibe seit ca. einem Jahr den Blog „lebensplanet.de“ in dem es um ein erfolgreiches und glückliches Leben geht. Themen der Persönlichkeitsentwicklung rund um Erfolg, Glück, Sinnhaftigkeit und Motivation liegen mir sehr am Herzen.

Dazu lese ich sehr gerne und viel und verbinde dieses Wissen mit meinen eigenen Erfahrungen.

Mehr darüber erfährst Du auf meinem Blog:
https://www.lebensplanet.de