Angsfreiheit als das Ergebnis bewusster Gegenwärtigkeit

Wer unter Angst leidet, ist in der Regel ein Opfer seiner Gedanken

Frau im Businessoutfit auf Hochseil über einer Stadt balancierende

letzte Aktualisierung am 22. Mai 2021 durch Redaktionsteam

Warum ich keine Angst mehr habe

“Hast Du keine Angst?”

Neulich wurde ich genau das gefragt und ich antwortete mit „Nein.“ Wie das sein kann?

Das will ich Dir nachfolgend erklären.

Ich heiße Cornelia, bin gerade mal Anfang 40 und habe schon einiges erlebt. Also ein ganz normaler Mensch.

Ich denke viel über die Dinge nach, die so in meinem Leben passiert sind. Nicht um traurig zu sein oder um alles zu verteufeln.

Nein, ich tue dies, weil ich irgendwann einmal verstanden habe, dass alles seinen Sinn hat. Und ja natürlich habe ich da auch über die Angst nachgedacht, viel über sie gelernt und mich dafür entschieden, dass es sich nicht lohnt von ihr beherrscht zu werden.

Ja, Du liest richtig! Wenn jemand Angst hat, ist nicht er der Besitzer dieses Gefühls, sondern ist davon in Besitz genommen.

Dazu muss ich wohl ein wenig weiter ausholen, schließlich möchtest du ja verstehen, warum ich keine Angst habe.

Wer Angst hat ist nicht im Augenblick

Weißt Du, wenn jemand in Angst ist, ist er gerade mit Denken beschäftigt. Entweder schauen dabei seine Gedanken in die Vergangenheit, die vielleicht furchtbar war oder er stellt sich eine unangenehme Zukunft vor. Nur wo er leider nicht ist, das ist der gegenwärtige Augenblick.

Gedanken entstehen, weil wir ständig im Kontakt mit dem Leben sind. Das heißt, alles was wir über unsere Sinneskanäle aufnehmen, egal ob bewusst oder unbewusst, wird von unserem Gehirn kategorisiert.

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Denn es ist seine Aufgabe in gut oder schlecht einzuteilen, um unser Überleben zu sichern. Ist etwas gut, dann werden angenehme Gefühle produziert und ist etwas schlecht, dann kommen negative Gefühle in uns auf.

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Und diese wiederum wirken auf unser Handeln ein. Wir sind also gehirngesteuert. Zumindest solange wir dem nicht Einhalt gebieten.

Unser Handeln wiederum wird im Außen bewirken, dass noch mehr unschöne Bewertungen in unserem Leben sind. Du kennst ja bestimmt das Aufstehen mit dem linken Bein, dass dann den ganzen Tag vermiest?!

Und so ist es auch mit der Angst. Du nimmst etwas in deinem Umfeld wahr, was du nicht kennst, dein Gehirn macht sich Sorgen, weil die Gefahr nicht einschätzbar ist oder weil es das schon mal erlebt hat, und damit keine guten Erinnerungen verbunden sind.

Gibt es ein Entrinnen? Ja, das gibt es definitiv.

Schließ’ mal bitte deine Augen. Atme ein und aus. Und nun mache dir bewusst, was jetzt gerade wirklich ist. Dabei wirst Du merken, dass du vor deinem Gerät sitzt oder stehst, diesen Artikel liest.

Vielleicht ist Lärm um Dich herum, vielleicht auch nicht. Vielleicht ist Dir kalt, vielleicht auch nicht. Du machst Dir also bewusst, was gerade  alles über deine Sinneskanäle reinkommt.

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Und wie reagiert dein Gehirn? Meldet es zumindest für eine Sekunde ein: „ Es ist alles im grünen Bereich.“ – Wow, fantastisch!

Darauf kannst Du aufbauen.

Wie? Indem Du immer wieder einen bewussten Atemzug mit bewusster Wahrnehmung deines gegenwärtigen Augenblickes tust. Die Bewertungen deines Gehirns beobachtend registrierst.

Dabei mal zuschaust, wo sich die Empfindungen in deinem Körper zeigen, wie sie sich auswirken und vor allem, wie kurz sie nur andauern. Denn der nächste Augenblick kommt bestimmt, genau so, wie der nächste Gedanke.

Und wie ist das jetzt mit dem Angst haben?

Nun, etwas das von deinem Gehirn aus gesteuert wird, kann niemals dir gehören. Es ist ja nur eine Reaktion. Du hingegen bist ein sich stetig wandelnder Lebewesen und kannst entscheiden, wie dein Wesen leben soll. Reagierend oder agierend.

Über die Autorin:
Seit über zehn Jahren ist Cornelia Hoeppner für Menschen da, die kleine oder große Sorgen in ihrem Alltag haben.

Dabei hört sie dir aktiv zu, gibt dem Verstand Futter, um zu verstehen, dass Veränderung auch was Gutes für ihn bedeuten kann. Dadurch kommt Entspannung in dein Denken hinein, was dazu führt, dass du klar die eigentliche Situation wahrnehmen kannst.

Du fühlst dich endlich wieder gut. Das versetzt dich in die Lage , Entscheidungen voller Vertrauen zu treffen, die dir einen glücklichen Alltag ermöglichen.

 

https://www.corneliahoeppner.de/einzelcoaching/